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    Ortsspaziergang Bad Deutsch-Altenburg

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    Kuren wie die Römer

    Willkommen in der Marktgemeinde Bad Deutsch Altenburg, in der vermutlich schon die alten Römer vor 2000 Jahren die Heilkräfte von Österreichs stärkster Jod-Schwefelquelle zu schätzen wussten! Eine Mitte des 19. Jahrhunderts freigelegte palastartige Anlage könnte dies belegen. Im Jahre 1549 entschließt man sich jedenfalls, das „Wildbad zu Teutsch-Altenburg“ nach Zerstörung wieder aufzubauen und eine wahre Glanzzeit beginnt, denn allerhöchste Kreise besuchen nun das sogenannte „Hofbad“.

    Hereinstürmende Heere unterbrechen im Zuge der Zweiten Türkenbelagerung Ende des 17. Jahrhunderts erneut die Badefreuden. Unheil folgt auch in Form von Brand- und Hochwasser-Katastrophen und fügt dem Kurort beträchtliche Schäden zu, doch die leidgeprüften Bad Deutsch Altenburger lassen sich nicht entmutigen. 1898 werden neue, zeitgemäße Badekabinen gebaut und das Gebäude in allen Teilen um 1,5 Meter gehoben, um von nun an dem Hochwasser zu trotzen.

    Nach mehreren Um- und Ausbauten ist das Kurzentrum Ludwigstorff heute ein modernes Kur- und Therapiezentrum, das sich auf die erfolgreiche Behandlung von Rheuma, Osteoporose, Wirbelsäulenproblemen und Erkrankungen der Haut spezialisiert hat.

    Genießen Sie den Spaziergang durch unseren gepflegten Kurpark direkt an der Donau und werfen Sie auch einen Blick auf die „Pfaffenberg-Galerie“. Rechts und links des Weges sind eindrucksvolle Repliken von Statuen, Altären und Inschriftensteinen aufgestellt, die allesamt auf dem Pfaffenberg - einst Kultstätte der alten Römer - gefunden wurden. Auf diesem Tempelberg, hoch über der Donau saß nämlich der Reichsgott Jupiter und schützte die bedeutende und prosperierende römische Metropole Carnuntum.

    Am Ende unseres Rundganges werden wir dazu mehr hören.

    Foto, Text © Margit Neubauer