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  • Gebetsraum Synagoge
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    Synagoge

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    Baubeschreibung

    Das Gebäude in Bruck an der Leitha hebt sich von anderen jüdischen Gebetshäusern ähnlicher Bauart, die im ehemaligen Erzherogtum weit verbreitet waren, durch seine gestalterischen Merkmale ab, wie die bemerkenswerte und in Österreich einmalige Einwölbung mit einer zusätzlichen Rippe an den Schmalseiten, sowie durch seinen guten Erhaltungszustand.

    Die Brucker Synagoge ist ein einfacher, zweijochiger Saalbau und gehört zu den eher kleineren Synagogen. Ihr Hauptraum misst nur rund 50 m². Das Gebäude ist ungefähr in Ost-West-Richtung orientiert, der Haupteingang liegt an der Südseite. Der gut 6 m hohe Saal wurde nachträglich (1420/1421) durch ein einfaches Tonnengewölbe in ein Ober- und Untergeschoß geteilt.

    Eine Besonderheit des Innenraumes ist die Ausführung als zweijochiges Kreuzrippengewölbe mit zwei zusätzliche Rippen, die zur Mitte der Ost- beziehungsweise der Westwand verliefen, womit vier gleiche Wandansichten erzielt wurden. Die Ostrippe mündete weit über den anderen Rippen in eine Konsole, da sich unter ihr derToraschrein befunden hatte. Heute ist nur noch die Westrippe vorhanden. Mehrere verschlossene Öffnungen, wie sie von Sehschlitzen anderer Synagogen bekannt sind, lassen Vorbauten vermuten.

    Foto © Gerhard Sindelar, beyondarts.at, connecting culture and tourism