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    Ortsspaziergang Eckartsau

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    Vom mittelalterlichen Ekkartsovve zur Großgemeinde Eckartsau

    Die „Steglackenbrücke“, auf der Sie sich hier befinden, wird Ende des 19. Jahrhunderts errichtet. Sie ersetzt eine Holzbrücke, die immer wieder durch Hochwasser und Eisstöße beschädigt wird und teure Erhaltungskosten verursacht. Bei Niederwasser sind die alten Brückenpfeiler noch sichtbar und bis heute wacht der Heilige Nepomuk, der Schutzpatron der Brücken, über das Bauwerk.

    Die Brücke zieht eine imaginäre Grenze: Im Süden die ehemals herrschaftlichen Besitztümer rund um das Barockschloss mit Landschaftpark, Donau-Auen, Meierhof und der Kirche zum Hl. Leonhard, im Norden die Ortschaft Eckartsau, wo auf dem Marktplatz vor fast 300 Jahren der Pranger, als Zeichen der Gerichtsbarkeit und des Marktrechtes, errichtet wird.  

    Erstmals wird der Ort um 1180 als Ekkartsovve urkundlich erwähnt. Inmitten fruchtbarer Felder und wildreicher Wälder, aber auch den Gefahren des nahen Donaustromes ausgesetzt, wächst Eckartsau zu einem florierenden Marktflecken heran. Obwohl immer wieder feindliche Horden die Gegend heimsuchen, entwickelt sich der Ort auf das prächtigste.

    Dies sticht wohl auch dem Kaiserhaus ins Auge: Im 18. Jahrhundert erwirbt die Familie Habsburg-Lothringen – auch aufgrund der Nähe zu Wien - die Domäne Eckartsau und gibt dem Ort mehr als eineinhalb Jahrhunderte Stabilität und Sicherheit. 

    Der berühmte Landschaftschronist Friedrich Freiherr von Schweickhardt berichtet 1833 in seiner „Darstellung des Erzherzogthums Oesterreich unter der Ens“:

    In der Herrschaft Eckartsau leben 91 Familien, darunter werden 204 männliche und 206 weibliche Personen nebst 97 Schulkindern gezählt, welche einen Viehstand besitzen von 111 Pferden, 112 Kühen, 90 Schafen und einem Esel…“

    Wer der Esel war, lässt sich nicht mehr sagen, aber sicher ist, dass heute in der Großgemeinde Eckartsau – zu der die Gemeinden Eckartsau, Witzelsdorf, Kopfstetten, Pframa und Wagram an der Donau zählen - ungefähr 1.500 Menschen leben. Sie sehen, der Ort hat sich tatsächlich auf das Prächtigste entwickelt.

    Damit endet unser Eckartsauer Ortspaziergang. Wir hoffen, er hat Ihnen Spaß bereitet.

    Foto, Text © Margit Neubauer