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    Ortsspaziergang Petronell-Carnuntum

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    Willkommen in der Römerstadt Petronell-Carnuntum

    Schön, dass wir uns auf dem Petroneller Ortsspaziergang begegnen. Sie gehen hier auf wahrhaft historischem Boden.  An dieser Stelle des Weges können Sie erleben, was der Name des Ortes Petronell-Carnuntum verrät: Das historische Erbe der kleinen Marktgemeinde Petronell ist nicht von der pulsierenden Metropole Carnuntum zu trennen, der mit etwa 50.000 Einwohnern einst bedeutenden Hauptstadt der römischen Provinz Ober-Pannonien.

    Sie befinden sich in unmittelbarer Nähe jenes Stadtviertels der Zivilstadt Carnuntum, das nicht nur archäologisch erforscht, sondern seit mehreren Jahren auch mit Mitteln der experimentellen Archäologie und in antiker Bautradition rekonstruiert wird.  Weltweit einzigartig, ist hier ein römisches Stadtviertel am Originalstandort anhand von Originalbefunden rekonstruiert. Vollständig wieder aufgebaute Häuser mit römischer Fußbodenheizung, funktionstüchtigen Küchen und prächtigen Wandmalereien sowie eine funktionstüchtige römische Therme eröffnen ein einzigartiges Zeitfenster in die Vergangenheit des frühen 4. Jahrhunderts nach Christus an der Nordgrenze des Römischen Reiches.

    Aber auch direkt unter unseren Füßen und praktisch überall in der Umgebung befinden sich die Überreste Carnuntums, gut konserviert in der Erde. Durch moderne zerstörungsfreie Methoden der Archäologie, wie Geo-Radar und Geo-Magnetik, werden die verborgenen Baustrukturen heute wieder sichtbar.

    Viele Überreste der römischen Stadt verwendete man noch über Jahrhunderte als günstiges Baustofflager. Das antike Carnuntum wurde nämlich als Steinbruch genutzt und ohne die Steine der Römer wären viele Gebäude und Sehenswürdigkeiten von Petronell-Carnuntum undenkbar: Das Schloss Petronell beispielsweise, das Sie an dieser Stelle in nordöstlicher Richtung sehen, wurde zum Teil aus römischen Steinen errichtet. Und in die Außenmauer des gegenüberliegenden Schüttkasten wurden vor mehr als dreihundert Jahren dekorative Spolien eingebaut

    Aber auch die weiteren Stationen unseres Weges werden zeigen: das Erbe Carnuntums lebt bis heute fort. Wir wünschen viel Vergnügen!

    Foto, Text © Margit Neubauer
    Die Texte der Hörgeschichten entstanden mit freundlicher Unterstützung von Jan Margl und Erwin Schübl.